In Gesprächen mit Kunden, die gerade im Begriff sind, ihr eigenes Unternehmen zu starten und dieses auch im Internet adäquat zu präsentieren, tauchen natürlich auch die Fragen auf, wie denn die Webseiten ins Netz gelangen und was im Vorwege geregelt und beachtet werden muss. Wozu wird der Provider benötigt? Was macht der eigentlich?
Selbstverständlich nehmen wir unseren Kunden das Procedere ab, nachdem alle Details geklärt sind. Die grundsätzlichen Fragen wollen wir hier schon einmal beantworten.
Nehmen wir der Einfachheit halber einmal an, Ihr Internetauftritt ist bereits gestaltet und programmiert und soll nun ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Dazu wird Speicherplatz auf einem Rechner benötigt, der ans Internet angeschlossen ist. Spätestens jetzt kommt der sogenannte Provider ins Spiel, also eine Firma, die über solche Rechner verfügt und Ihnen Kapazität auf einem Server zur Verfügung stellt. Der Provider ist darüber hinaus für die Registrierung Ihrer Webadresse zuständig.
Nun haben Sie die Qual der Wahl. Wie kann man einen guten von einem schlechten Provider unterscheiden? Ein Anhaltspunkt ist der Kunden-Service. Wenn Sie die Hotline des Providers anrufen, sollten Sie nicht eine halbe Stunde in einer Warteschleife zubringen oder von einer Automatenstimme dirigiert werden, irgendwelche Ziffernfolgen in ihr Telefon einzutippen, um dann zu hören, dass die nun zuständigen Mitarbeiter allesamt mit Anrufen beschäftigt sind. Ihr Gegenüber sollte Ihnen in leicht verständlichen Worten erklären, was Sie tun können, um ein Problem zu lösen und Ihnen dabei größtmögliche Hilfestellung bieten. Wichtig ist auch, dass die Kundenserver wenig störungsanfällig sind und Ihr Auftritt jederzeit erreichbar ist. Da Sie jetzt nicht vorab diverse Hotlines prüfen können und wohl jeder Provider größtmögliche Erreichbarkeit pauschal zusagt, raten wir Ihnen, sich entweder bei Geschäftsfreunden nach deren Zufriedenheit mit ihrem Provider umzuhören oder unsere Beratung in Anspruch zu nehmen. Wir haben im Laufe der Jahre Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern gesammelt und können Ihnen gern eine Empfehlung aussprechen.
Zunächst benötigen Sie eine Domain, also eine möglichst einprägsame Internetadresse nach dem Schema www.muster.de. ».de« ist, Sie wissen es längst, das Länderkürzel für Deutschland, auf das Sie sich aber keineswegs beschränken müssen. Neben diversen Länderkürzeln werden auch generische Anhänge wie beispielsweise .com, .net, .info, .biz oder .name angeboten. Über eine Anfrage bei der »Denic« (das ist die Organisation, die deutsche Adressen verwaltet) oder bei der für Ihre gewünschte Endung zuständigen Stelle lässt sich schnell herausfinden, ob die Wunschadresse noch zur Verfügung steht. Auch diesen und die folgende Schritte können wir auf Wunsch gern für Sie übernehmen.
Ist die auserwählte Adresse noch frei, muss sie nun beim Provider Ihrer Wahl angemeldet werden. Er registriert diese auf Ihren Namen und sie gehört fortan Ihnen. Jetzt, da Sie mit Ihrem Provider in Kontakt getreten sind, sollten Sie auch den benötigten Speicherplatz bei ihm buchen.
Für moderne Internetauftritte empfiehlt sich folgende, inzwischen zum Standard gewordene, Konfiguration: Linux, Apache, MySQL und PHP. Linux ist das Betriebssystem, Apache die Server-Software, MySQL eine Datenbank und PHP eine Scriptsprache. Ist der Server so ausgestattet, sind alle Voraussetzungen für die Einbindung eines Redaktionssystems, eines Online-Shops oder eines Weblogs in Ihre Webseiten erfüllt. Auch wenn Sie nicht gleich zu Anfang datenbankbasierte Inhalte planen, tun Sie gut daran, sich für diese Ausstattung zu entscheiden. Erfahrungsgemäß wachsen die Ansprüche an die eigene Website im Laufe der Zeit und Sie können so zeitgemäßen Erweiterungen Ihres Auftritts gelassen entgegensehen. Die Tarife variieren je nach Anbieter. Ausreichend Speicherplatz inklusive einer großzügigen Anzahl von E-Mail-Adressen sind mittlerweile aber zu geringen Monatskosten zu haben. Zusätzlich fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an. Haben Sie den passenden Tarif gefunden, können Sie Ihr »Server-Paket« unkompliziert online bestellen. Ihr Vertrag wird üblicherweise als PDF-Datei zum Download bereitgestellt, der einmal ausgedruckt und unterschrieben an den Provider gefaxt wird. Ihr Server wird anschließend vertragsgemäß eingerichtet und steht Ihnen in der Regel innerhalb von 48 Stunden zur Verfügung.
Nach Vertragsabschluss erhalten Sie von Ihrem Provider die Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) und einen Link zu den Verwaltungsseiten für Ihren Server. Dort können Sie ganz einfach über Ihren Browser u. a. die E-Mail-Adressen einrichten und andere Einstellungen vornehmen. Und schließlich müssen nun noch Ihre Webseiten auf den Server gelangen. Das geschieht mittels eines FTP-Programms, dass nach Eingabe von Serveradresse, Benutzernamen und Passwort in einem geteilten Fenster jeweils die Dateien Ihres Rechners und die auf dem Server anzeigt. Per Drag and Drop werden die Daten jetzt auf den Server kopiert, es ist also ähnlich einfach wie das Kopieren von Daten in ein anderes Verzeichnis Ihres Rechners oder auf eine CD, nur dass dieses Verzeichnis sich auf einem entfernten Rechner befindet und eine Internetverbindung erforderlich ist. Sobald sich alle Daten auf Ihrem Server befinden und eine eventuell benötigte Datenbank eingerichtet ist, sind Sie online und über Ihre Internetadresse via Browser im Internet erreichbar.
Einige Internetadressen für einen Schnell-Check: