Lassen wir mal offen, ob es Geschäften wirklich förderlich ist, auf einer Seite der FAZ bzw. FAS zu inserieren, die relativ wahllos Internetadressen versammelt, lose geordnet nach Branchenzugehörigkeit. Wahnsinniger Andrang herrscht offenbar nicht, jedenfalls ist die Seite ungefähr so leer wie das Internet voll.

Das Ganze mit »Favoriten« zu betiteln ist ja schon ziemlich gewagt, immerhin ist die Wahl eines Favoriten eindeutig Herzenssache (siehe dazu das Herz-Symbol) und nichts, was man dem Gegenüber aufdrängt – »Du bist mein Favorit« kann es allenfalls heißen, nicht »Ich bin gefälligst Dein Favorit«, das wäre nachgerade absurd. Vollends rätselhaft ist allerdings das hier:

Merken Sie was? Richtig: Der Browser, der klarmacht: »Obacht, hier geht’s ums Internet!« ist einer, dessen Entwicklung schon vor vier Jahren eingestellt wurde, während das abgebildete Betriebssystem bereits ein Jahr früher seine letzte Hinwendung erfuhr. Beides kann folglich seit ganz schön langer Zeit gut und gerne als quasi mausetot bezeichnet werden – was das Prinzip »Wahllose Internetadressen-Sammlung in der Presse« womöglich gut illustriert. Sagen wir mal so: Darauf wetten, dass es die Seite in einem Jahr immer noch gibt, sollten Sie lieber nicht.