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Werbefilme sind wenig originell, nervtötend und beleidigen die Intelligenz? Ja, tun sie – jedenfalls die meisten. Zum Glück finden sich freilich auch immer wieder echte Perlen in diesem trüben Sumpf, beispielweise diese, jene oder selbige, die allesamt völlig zurecht zu den Preisträgern des diesjährigen Spotlight-Festivals zählen.

Schon doof: im Schweiße seines Angesichts reicht man Agenturmeldungen durch, an denen man kein Jota verändert, und muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass alle anderen exakt die selben Agenturmeldungen durchreichen, ebenfalls ohne ein Jota an ihnen zu ändern. Bleibt also nur noch, in gelb darauf hinzuweisen, dass man als erster fertig war damit. (Quelle: Spiegel online, was aber eigentlich egal ist.)

Angesichts des in den letzten Jahren ins Inflationäre anschwellenden Angebots an multimedialen »Tutorials« und »Trainings«, die sehr oft eben doch nicht mehr sind als erschöpfend vertonte Banalitäten, fällt es schwer, nicht gleich abzuwinken, wenn wieder mal ein einschlägiges Stübchen zur Maximierung von wie auch immer gelagerten »Skills« angepriesen wird. Eines, das die nähere Beschäftigung hingegen definitv lohnt, sind die Photoshop-Videotutorials, die der Galileo-Verlag für lau zur Verfügung stellt: Ingesamt fast drei Stunden, die Anfänger ebenso berücksichtigen wie Fortgeschrittene, und natürlich wird auch das Thema Digitale Photographie breit abgehandelt. Sofern Sie also ein bisschen Luft und Lust haben, dann geht es hier weiter.

Angenommen, Sie dürften bei den Simpsons mitspielen, wie würden Sie dann aussehen wollen? Damit Ihre Überlegungen nicht allzu theoretisch bleiben, können Sie hier mit ein paar Klicks Ihre eigene Figur konfigurieren und in unterschiedlichen Szenen platzieren. Lediglich das finale Ausdrucken mit Grußtext als E-Card will nicht recht gelingen. Aber E-Cards sind sowieso out.

Wer sich für Editorial Design oder im weitestens Sinne fürs Zeitungmachen interessiert, sollte newseum.com einen Besuch abstatten. Dort gibt es die Titelseiten von (derzeit) 556 Zeitungen aus 52 Ländern. Und zwar erstens jeweils die des aktuellen Tages und zweitens nicht nur als fitzeliges JPG, sondern auf Wunsch als editierbares Vektor-PDF im Originalformat. Erschließen lässt sich die Sammlung via Liste, Galerieansicht oder Weltkarte.

Wer sich an Zeiten erinnert, als die meisten Kassettenrekorder noch nicht mal eine Buchse fürs Überspielkabel besaßen und man stattdessen das mehr oder minder windige Mikrofon in Richtung Radioapparat platzieren musste und stumm in sich hineinbetete, Mutti würde wenigstens einmal nicht mitten in die schönste Aufnahme hereinplatzen, der sollte bei tapedeck.org eigentlich feuchte Augen bekommen.

Das Fontblog macht dankenswerterweise auf die Eröffnung der 125. Kieler Woche aufmerksam, wobei ein Hauptaugenmerk natürlich dem diesjährigen Plakat gilt. Wer es hingegen spannender findet, nachzuverfolgen, wie unterschiedlich das immerselbe Thema im Lauf der Zeit bzw. des Zeitgeistes interpretiert wurde, der sollte bei der brandneuen Galerie der Kieler Woche auf seine Kosten kommen. Zu sehen sind sämtliche Plakate der letzten 60 Jahre und das beste daran: ein richtig schlechtes ist nicht zu entdecken.
Viele Dinge machen ja erst am Computer so richtig Freude. So zum Beispiel Briefe schreiben. Hand aufs Herz, wer schreibt denn heute schon noch mit dem Griffel? Dabei hat so ein handgeschriebener Brief ja etwas.

Nennen Sie es Kult, bemängeln Sie die Sinnfreiheit, schlagen Sie überflüssige Zeit tot, machen Sie, was Sie wollen – egal: favicon2dots.com verwandelt jedes beliebige Favicon in ein isometrisches Pseudo-3D-Modell, und zwar buchstäblich auf Knopfdruck. Wofür man sowas benötigen könnte, ist bislang noch unklar, denkbar wäre aber, statt teurer Briefmarken in Zukunft Favicons zu sammeln – das kostet nichts, geht ruckzuck und täglich kommen Millionen neue hinzu.
Fortgeschrittene Gesellschaften haben ein ähnliches Reaktionsvermögen wie ein Frosch im heißen Wasser – gewöhnt man sie langsam an sich verändernde Umstände, merken Sie davon gar nicht viel.

Paranoiker und allgemein Misstrauische in Sachen Datenschutz kommen bei Panopti.com sicher voll auf ihre Kosten, der Bachelor-Abschlussarbeit von Johannes Widmer im Studiengang Digital Media an der Hochschule Ulm. Thema ist die die Allgegenwart von Überwachung(smöglichkeiten), dessen Umsetzung (in Flash) ebenso kurzweilig wie informativ geraten ist und auch für hartgesottene Kenner noch Aha-Erlebnisse bereithält. [via PlasticThinking]