Unser Ziehkind Stuttgart-Blog erblickte vor gut 18 Monaten das Licht der Welt und alles deutet darauf hin, dass es aus dem Gröbsten heraus ist. Bestimmt noch eher pubertierend als erwachsen, aber immerhin. Für alle Fälle wollen wir heute mal eine etwas ausführlichere Zwischenbilanz wagen. Zum Einstieg erst mal ein paar lose Zahlen:
Lassen wir das mal so stehen. Eine Sache ist aber bemerkenswert: Bei jedem Vortrag, den wir bislang zum Stuttgart-Blog gehalten haben, gab es als allererstes ängstliche Fragen nach der Haftung (wg. gesetzwidrigen, anstößigen, beleidigenden oder was auch immer für bedenklichen Inhalten). Als ob es das Wahrscheinlichste wäre, mit dem man zu kämpfen hat. De facto ist das Problem bis heute nahezu nicht existent.
Erfreulich, weil nach wie vor steigend sind die Besucherzahlen:

Zur Einordnung der Zahlen ist es nicht ganz unwichtig zu wissen, wie wir zählen. Da im Stuttgart-Blog keine Werbung geschaltet wird, liegt uns weniger an besonders schmeichelhaften als an möglichst realistischen Zahlen:
Bei aller Seriosität bleiben genug Fehlerquellen übrig. Die Zahlen als kommagenaue Wahrheit zu interpretieren, ist sicher etwas waghalsig, eine aussagekräftige Tendenz ist aber allemal sichtbar. Da wir davon ausgehen, dass viele Leser via Feed-Reader auf die (vollständig syndizierten) Feeds zugreifen, ohne dass sie gezählt werden, wird die tatsächliche Leserzahl im Zweifel eher höher sein. Wie auch immer – aus den Monatssummen ergeben sich folgende Tageswerte:

Der Vollständigkeit halber noch die Anzahl der aufgerufenen Seiten (im Schnitt 3,04 je Besucher, bezogen auf die gesamten 18 Monate):

Auch das Treiben der anderen Seite wollen wir nicht unbeleuchtet lassen. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verteilung der Aktivität unter den derzeit 119 Autoren (inklusive der ca. 25 Prozent Karteileichen, die noch eine Gnadenfrist genießen):

Man sieht: alles wie im wahren Leben. Extreme Schaffer sind eher dünn gesät, der Mittelbau so lala und ein satter Anteil sporadischer Gelegenheitstäter.
Nicht außen vor bleiben soll auch der Vergleich mit der Außenwelt. Im deutschen Sprachraum sehr beliebt ist Blogscout, der zwei Arten der Bewertung vornimmt, einmal nach einem selbst gestrickten Punktesystem (dessen Kriterien unbekannt sind, weswegen wir uns weigern, das System anzuerkennen) zum anderen nach der täglichen Reichweite. Im letzteren Ranking bewegt sich das Stuttgart-Blog derzeit meistens irgendwo zwischen Platz 200 und 250. Das kann man gut oder nicht so gut finden, Tatsache ist, dass (wiederum im Moment) gerade mal fünf Stadtblogs (im weitesten Sinne) über höhere absolute Zahlen verfügen – muenchenblogger.de, das Berliner hauptstadtblog.de, schwerin-schwerin.de, londonleben.co.uk und das Hamburger sankt-georg.info. (Zieht man in Betracht, dass z. B. Berlin über ca. sechsmal soviel Einwohner verfügt wie Stuttgart, das Haupstadtblog aber lediglich dreifache Leserzahlen erreicht, relativiert sich das Ranking noch einen Tick zu unseren Gunsten, von London ganz zu schweigen.)
Wir jedenfalls freuen uns über das, was entstanden ist und noch entstehen wird. Für ein Blog-Projekt, das in erster Linie aus sich selbst heraus für Aufmerksamkeit sorgen muss, steht das Stuttgart-Blog doch alles andere als schlecht da. Und in eineinhalb Jahren reden wir weiter.