Dass sich einige klassische CMS-Lösungen umso wärmer anziehen müssen, je mehr sich der Funktionsumfang von Bloglösungen in Richtung allgemeine CMS-Anforderungen erweitert, ist keine besonders kühne Prognose, sondern eine Entwicklung, die sich längst klar abzeichnet. Nach unserer Erfahrung gibt es kein System, das – bei mindestens gleicher Leistungsfähigkeit – dem Otto Normalbenutzer den Einstieg leichter macht als WordPress, und wer sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt, wird vielleicht einräumen, dass dieses Kriterium in der Praxis deutlich ausschlaggebender ist als der schiere Umfang an Features und Gimmicks.
Der Aufbau einer klassischen Sitestruktur jenseits von blogtypischen Strukturen ist bei WordPress im Moment noch ein wenig halbherzig gelöst, schaut man sich aber die gewaltigen Entwicklungssprünge der letzten beiden Jahre an, ist anzunehmen, dass es nicht mehr allzu lange dauern kann, bis auch dieser Bereich vollends überzeugt.
Wer nicht solange warten will, sollte sich auf jeden Fall mal das Plug-in Mass Edit Pages anschauen, mit dem sich hierarchische Seitenstrukturen weitaus besser verwalten lassen, als dies mit Bordmitteln bislang möglich ist. [via Perun]
Sehr klasse ist auch ein Plug-in, das ein ganz anderes Thema behandelt, nämlich die Einbindung von Audioinhalten, namentlich MP3-Files. Charmant ist vor allem, wie die Einbindung und Ausgabe organisiert ist: es reicht aus, ein MP3-File in ein reserviertes Verzeichnis hochzuladen und es irgendwo im Text mit einer bestimmten (einfachen) Syntax aufzurufen, dann baut es das Plug-in automatisch in einen ziemlich attraktiven (und konfigurierbaren) Flash-Player ein – einfacher und schlüssiger hat man das bis heute nirgends gesehen. Demo, Erläuterungen und natürlich der Player zum Herunterladen finden sich hier beim Entwickler.