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Sicherheit 2.0

Die Einführung des biometrischen Reisepasses im November sorgte für große Aufregung. Ab sofort wird das Gesichtsbild auf einem Chip gespeichert, ab 2007 kommen als unverwechselbare Identitätsmerkmale Fingerabdrücke dazu. Der Pass kostet den braven Bürger schlappe 59 Euro und hat eine Gültigkeit von 10 Jahren. Das soll natürlich ausschließlich unserer Sicherheit dienen, Datenschützer haben jedoch erhebliche Bedenken und protestieren. Gern wird als Argument ins Feld geführt, dass der sogenannte ePass einen Höchststand an Fälschungssicherheit bietet und Fingerabdrücke noch immer den besten Weg zum Täter wären.

Wie einfach jedoch mit herkömmlichen Mitteln ein fremder Fingerabdruck in Heimarbeit nachgebildet und ein handelsüblicher Fingerabdrucksensor damit überlistet werden kann, hat der Chaos Computer Club hat schon vor einiger Zeit sehr eindrucksvoll veranschaulicht. Auf der CCC-Website können Sie das nachlesen oder auch ansehen (aber nicht nachmachen). Doch selbst die Hinweise auf unzureichende Technik und Sicherheitslücken haben die Entscheidung für die frühe und kostspielige Einführung nicht zum Wanken gebracht. Zu verlockend war wohl die Gunst der Stunde und die Aussicht auf eine Riesendatenbank mit den Erkennungsmerkmalen der reiselustigen Deutschen.

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